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Geheimdienstbericht: so kauft der Iran die Libanesen
19.02.2007 - 03:12 von Webmaster

Aus einem nachrichtendienstlichen Bericht, der hochrangigen Mitarbeitern des Außenministeriums in Israel und im Ausland überreicht wurde, geht hervor, dass der Iran entschieden hat, mehrere Hundertmillionen Dollar in den Wiederaufbau des Libanon zu investieren. Dies stellt einen Versuch dar, die Herzen der Bevölkerung zu kaufen und die Hisbollah zu stärken. Gemäß dem Bericht besteht die wachsende Angst vor einem Bürgerkrieg im Libanon, der Syrien den Weg zurück in den Libanon ebnen würde.

Die Analyse der nachrichtendienstlichen Einrichtung beschreibt detailliert die derzeitige Situation im Libanon und versucht die Zukunft des Landes für die kommenden Monaten vorherzusagen. Ein israelischer Vertreter erklärte gestern: „Aus der Einschätzung des Nachrichtendienstes geht hervor, dass es Teheran in den vergangenen fünf Monaten nach Ende des Krieges gelungen ist, als der Erlöser/Helfer des Libanon aufzutreten, wobei die Iraner im Land mehrere Zehnmillionen Dollar verteilten und das Versprechen für weitere Hundertmillionen gaben, die für den Wiederaufbau aller Lebensbereiche nach dem Krieg bestimmt sind.“

In dem Bericht heißt es, es bestehe eine große Wahrscheinlichkeit, dass diese Investitionen neben dem andauernden politischen und terroristischen Druck auf die libanesische Regierung, letztendlich zur Einschränkung der strategischen Errungenschaften des Krieges (aus israelischer Sicht) führen werden. Die Investitionen werden dazu führen, dass die Resolution 1701 des Sicherheitsrates nicht umgesetzt wird und schließlich wird der Weg für Syrien geebnet, das Land wieder unter seine vollständige Kontrolle zu bringen.

Laut dem Bericht haben die Iraner eine neue Regierungsbehörde eingerichtet, die sich „die Behörde für den Wiederaufbau des Libanon“ nennt und die nach dem Format einer ausländischen Hilfsorganisation agieren wird, deren Ziel es ist, betroffene Gebäude, die unter anderem durch die Bombardements der israelischen Armee im Krieg beschädigt bzw. zerstört wurden, zu sanieren und wiederaufzubauen.

Vertreter des israelischen Außenministeriums gingen gestern Abend davon aus, dass der libanesische Ministerpräsident Siniora nicht an den iranischen Investitionen in seinem Land interessiert ist und die großzügige Hilfe Teherans sogar für verdächtig hält. Gleichzeitig ist Siniora nicht in der Lage, sich gegen die Investitionen zu stellen, da die Libanesen in ihnen Hilfe für den Aufbau ihres Landes nach dem Krieg sehen. (Maariv)



Quelle: „Newsletter der Botschaft des Staates Israel - Berlin“ vom 18. Januar 2007


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